Der Film gibt vor, "ein Ereignis zu rekonstruieren, das vor etwa 100 Jahren stattgefunden hat und vermutlich mehrere Jahre dauerte." Zu sehen sind abgefilmte, sepiafarbene Fotos von Menschen, die in geordneter Reihe über einen Feldweg laufen, von Pferdefuhrwerken, zerstörten Brücken. Eine ruhige, männliche Stimme aus dem Off beschreibt die Bilder und interpretiert sie als Dokumente einer Völkerwanderung. Aber wer genau hinsieht merkt schnell, das etwas nicht stimmt.

*** HINWEIS ZUR AUSLEIHE ***
Franz Winzentsen arbeitet in seinem Experimentalfilm mit historischen Fotoaufnahmen aus dem 1. Weltkrieg. Die Diskrepanz zwischen den zunehmend grauenerregenden Bildern und seiner Voice-Over-Erzählung erzeugt Irritation. Dieser Effekt der Verfremdung ist beabsichtigt, führt aber gegebenenfalls zu einer unerwünschten Überforderung des Publikums.
Völkerwanderung - Ein Missverständnis ist eher nicht geeignet als Vorfilm im regulären Kinobetrieb. Wir empfehlen diesen anspruchsvollen Kurzfilm gerne für kuratierte Programme mit Einleitung oder anschließender Diskussion.

Originaltitel: Völkerwanderung - Ein Missverständnis
Drehbuch: Franz Winzentsen
Kamera: Franz Winzentsen
Musik/Sounddesign: Torsten Pinne
Weitere Funktionen: Schnitt: Torsten Pinne
Produktion: Franz Winzentsen
Sprache: Deutsch
FSK-Freigabe: Ab 12 Jahre
Lizenzgebiet: Weltweit
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